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25.10.2017 18 Uhr Neuwahlen Kreiselternrat

hiermit laden wir Sie herzlich zur Wahl des Kreiselternrates ein. Die Neuwahl findet statt am Mittwoch, den 25. Oktober 2017, um 18:00 Uhr, im großen Sitzungssaal des Landkreises Osnabrück, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück.

Vorstand:

Bärbel Bosse, Peter Heuer, Andre Averdiek, Tanja Ginschel, Renate Hülsmann

Homepage / Mitglieder und Ausschüsse / Arbeitskreis Inklusion / Arbeitskreis Inklusion Protokoll vom 20.4.2016
2017-10-25 Neuwahlen Kreiselternrat 18 Uhr Kreishaus 2017-10-24 Tagung Schule als Lebensraum 2017-10-10 Podiumsdiskussion Schule und Bildung Projekt Familienerziehung im Generationenvergleich 2017-08-28 Sitzung Kreiselternrat 19:30 Uhr 2017-05-15 Kreiselternratsitzung 19:30 Comeniusschule Georgsmarienhütte Film zum 100-jährigen Waldorfjubiläum Schülerbeförderung – Änderung der Ansprechpartner Einladung Sitzung Kreiselternrat Montag 13.3.2017 ab 19:00 Uhr Voller Saal beim Ministerbesuch Anmeldung zur öffentlichen Plenardiskussion 18. Januar 2017 Sitzung Kreiselternrat mit Plenardiskussion und der Kultusministerin des Landes Niedersachsen 2016-12-12 Einladung zur Sitzung des Kreiselternrates 2016-11-30 Protokoll des Arbeitskreises Inklusion 2016-11-30 Treffen der Arbeitskreise Schulentwicklungsplanung und Realschulen Erste Veranstaltung unseres Elterntrainers 2016-11-02 Unterrichtsversorgung im Landkreis Osnabrück Hinweise zu Leserbriefen Historische Protokolle Leserbrief – Bernd Glüsenkamp 25.10.2016 Einladung Kreiselternrat 24.10.2016 2016-09-07 Informationsgespräch Inklusion Podiumsdiskussion Berufsorientierung am Gymnasium 19.9.2016 17:00 Einladung Kreiselternratssitzung 22.8.2016 Zwischenstand Inklusion – Juni 2016 Ausbildung 49 – Dankeschön Ausbildung 49 – Pressebericht der Hasetalschule 2016-05-30 Einladung Kreiselternratssitzung Arbeitskreis Inklusion Protokoll vom 20.4.2016 2016-04-18 Sitzungsprotokoll online Ausbildung 49 – 2016 1. Treffen Arbeitsgruppe Realschule 2016-04-18 Einladung zur Sitzung 2016-03-14 Protokoll Arbeitskreis Förderschulen Neuer Downloadbereich eröffnet Neuer Vorstand des Kreiselternrats besucht Kreisrat Selle 15. Februar 2016 – Einladung zur Sitzung des Kreiselternrates Osnabrück Leitfaden zur Elternarbeit Neue Internetseiten des Kreiselternrates

Arbeitskreis Inklusion, Archiv 2016

Arbeitskreis Inklusion Protokoll vom 20.4.2016

Der Arbeitskreis Inklusion hat am 20.4.2016 getagt.

Das Protokoll gibt er hier als PDF: 2016-04-20 Protokoll KER Inklusion vom 20-4-16

 

Und hier im Originalwortlaut…

Kreiselternrat Osnabrück
Arbeitskreis Inklusion
Protokoll

der Sitzung vom 20.04.2016

im Lehrerzimmer der Comeniusschule, Georgsmarienhütte, Ganztagsförderschule Schwerpunkt Lernen mit Hauptschulzweig,
Johannes-Möller-Str. 3.

Beginn: 19.30 Uhr – Ende: 22.22 Uhr

Anwesende: KER Vorsitzende Bärbel Bosse,
AK Sprecher: Joachim Lenz,
Markus Beckmann, Liesel Billenkamp, Markus Stein, Renate Hülsmann.

Gäste STER: Ludger Glosemeyer, Montessori Schule OS, STER AK Inklusion
Elke Honlinsen, Angela Schule Osnabrück, STER AK Inklusion

Gäste: Andreas Viehoff, Schulleiter der Comeniusschule,
Brigitte Schmerchel, Behindertenbeirat Georgsmarienhütte

Bärbel Bosse und Joachim Lenz begrüßen die Mitglieder und Gäste des Arbeitskreises Inklusion.
Herrn Viehoff gilt ein herzliches Dankeschön für die vielfältige Info an diesem Abend.

Die Comeniusschule übernimmt die Grundversorgung an allen Grundschulen!
Es werden mehr Stunden abgegeben als innerhalb unterrichtet.
Die Primarstufe Lernen wird jetzt abgegeben.
Für die 5. Klassen gilt der Auslauf der Förderschulen bis 2021, oder beim Hauptschulabschluss 2022.

Es ergibt sich eine sehr lebhafte Diskussion.
Wir denken Inklusion im Fokus auf Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an, inwieweit sie eine Regelschule besuchen können.

In Niedersachsen sprechen wir von 4,8 – 4,9% anteilig, in Baden-Württemberg 10-12%.
Es werden tatsächlich viele Kinder in allgemeinbildenden Schulen gebildet und beschult.

Wichtig: In Niedersachsen sind es international nicht am wenigsten!

Grundschulen 1. Prävention –
In der Regel vor der Schulzeit / Kindergarten
2. Prüfung bei sonderpädagogischem Förderbedarf
GS – 2 Stunden pro Klasse
Bei Zweizügigkeit = 16 Stunden, die in die GS gehen würden.

Förderbereiche Sprache / Lernen / ESE- emotional-soziale-Entwicklung

Die Comeniusschule versorgt den südlichen Landkreis Osnabrück mit Georgsmarienhütte, Hagen, Hasbergen und Bad Iburg.

Die Leistungen werden nicht nach dem Gießkannenprinzip ausgeschüttet,
sondern ½ Ansatz je Schule
½ Ansatz nach diagnostizierten Kindern

Wo keine Kinder mit Förderbedarf unterrichtet werden, erhält die Schule lediglich Basisstunden.
Es erfolgt zusätzliche Hilfe bei Kindern mit tatsächlichem Förderbedarf.

Flächendeckende Betreuung ist nicht möglich!
Keine Schule erhält einen kompletten Förderschullehrer!

Somit sind die Förderschullehrer zu „Reiselehrern“ geworden.

Verschiedene Mitglieder des Arbeitskreises betonen, dass es immer schwieriger wird, Förderpädagogen an die jeweilige Schule zu bekommen.
In Georgsmarienhütte wird kein Kollege an mehr als zwei Schulen eingesetzt.

Zurzeit werden 15 Grundschulen
9 Sekundarschulen versorgt.

Es wird sehr deutlich, dass so keine intensive Bindung möglich ist!

– Der Ansatz ist 2012 so gewählt und durch das Niedersächsische Schulgesetz verankert worden.

Der „Schlüssel 2“ bedingt, dass mehr Förderschullehrer angesetzt werden müssten.
Allgemeinbildende Schulen haben teilweise die Aufgaben übernommen und übernehmen sie zunehmend.
Förderschullehrer unterrichten bisher komplett 4 – 5 Jahre.
Einige Kollegen in den Regelschulen sind derzeit mit den neuen Aufgaben völlig überfordert was „Inklusion“ angeht.

Die Förderschulen „Sprache“ bleiben nach langen Kämpfen erhalten.
Auch die Förderbereiche der ESE emotional-soziale-Entwicklung, körperlich/motorischer und GE Bereich – geistige Entwicklung, führen einen hohen Bestand.

Die Überprüfung erfolgt durch die Schulleitung der entsprechenden Schule.
Wenn die Förderschule Lernen entfällt, bekommt das Kind „Rucksackstunden“ für die allgemeinbildende Schule.
Laut Erlass wird seitens der Politik der Förderbereich Lernen als überflüssig angesehen und bis 2022 aufgelöst.
Es gelten pro Kind 3 Stunden
Sprache 3 Stunden
ESE 3 Stunden
GE 5 Stunden

Jetzt läuft das 3. Jahr der Umsetzung und es wird reduziert auf
Bereich Lernen 2 Stunden
Sprache 1 Stunde
ESE 1 Stunde

Bei angesetzten 2 Stunde pro Woche – statt 30 Stunden in Förderschulen – wird der Ansatz als komplett unrealistisch im AK Inklusion beurteilt!

Die derzeitige Förderschule Lernen ist eine Durchgangsschule / ca. 40-50% der Schülerinnen und Schüler wechseln von der Förderschule in andere Schulen.
Eine weitere Problematik ergibt sich, wenn künftig etliche Förderschul Kinder von Eltern im Bereich „Geistige Entwicklung“ angemeldet werden/werden sollten!
Im Förderschul Bereich Lernen sind die Lerncurricula an Grundschule und Hauptschule angelehnt! Auch mit Hauptschul-Abschluss!
Im GE Bereich geht es um lebenspraktische Lehrpläne, damit die Kinder selbstständig leben können!

Die Comeniusschule ist eine reine Lern-Schule, hier gehen fast alle 24/25 Schüler mit dem Hauptschulabschluss raus.
70-90 % mit Hauptschulabschluss und Ausbildungsstelle.
Es wird eng mit der Agentur für Arbeit und der Maßarbeit des Landkreises Osnabrück kooperiert.

Deutlich wird:

1. Dass allgemeinbildende System kann das so eng verzahnt nicht leisten!
2. ESE ist nicht vom Elternwillen abhängig, sondern ob Integration gelingt.
Über den sogenannten „Disziplinar Paragraphen“ kann das Kind ggf. zur
Hermann-Nohl-Schule geschickt werden.
Damit wird der Elternwille ausgesetzt und eine Förderschule wird zur „Disziplinarschule“.
In Anlehnung an den Landeselternrat werden die Stunden laut Erlass „in ganz Niedersachsen“ nicht erreicht!

Die UN Konvention ist sehr verengt auf Schule übertragen worden.
Zurzeit werden Stundenmeldungen auf ein Portal nach Hannover übertragen.
Jetzt, im 3. Jahr, werden 50% der Stunden gleich 100% gesetzt!

„Förderzentren“
Es ist noch sehr wage, welche neuen Regelungen kommen.
Tendenz: Förderzentren regional erhalten!
Eventuell als eigenes Dezernat für Grundschulen, Hauptschulen, Förderschulen.
Eventuell Zentrum als regionale Behörde, als Unterabteilung der Schulbehörde.

Bei vollen Inklusionsstunden müsste die Comeniusschule zusätzlich 5,5 Lehrkräfte bekommen – im Vergleich die Hasetalschule Quakenbrück 6 Kräfte.

Mehrere Mitglieder des Arbeitskreises weisen darauf hin, dass die heutigen Förderschüler im Alter von 25-30 Jahren im Berufsleben voll integriert sein werden!
Die herausseparierte Lernzeit oder Lerngruppe wird sich dann komplett ausgezahlt haben und die Schüler von heute „Rentenzahler“ von morgen werden!

Der AK Inklusion ist sich einig, dass die Abschaffung von Förderschulen das Gegenteil von Inklusion bewirkt!
Jeder Mensch muss sich über eine Gruppe definieren können

 Förderschule Lernen als Möglichkeit zur gesellschaftlichen Integration!
Bärbel Bosse fragt nach weiteren Überlegungen

– Evtl. einige Kinder in kleinen Gruppen beschulen
„Schwerpunktschulen“
– oder Kinder mit Auszeit

Ein schülerbezogenes Förderzentrum sollte nicht an die Landesschulbehörde gekoppelt werden.
Ein Kompromiss wäre ohne Schulgesetzänderung möglich.

Der Landkreis Osnabrück als Träger der Förderschulen soll angefragt und eingeladen werden.

1. Fachdienst 4 Herr Zumstrull
Kreisrat Herr Selle
Landrat Herr Dr. Michael Lübbersmann
2. Landeselternrat
3. Prof. Dr. Clemens Hillenbrand von der Uni Oldenburg, der auf beiden Veranstaltungen zum Thema Inklusion, Georgsmarienhütte und Bersenbrück in 2015, gesprochen hat.

In Anlehnung an das „Rügener Modell“ könnte ein neues Diskussions- und Arbeitspapier erstellt werden.
Gefragt sind pragmatische Lösungen für Stadt und Landkreis Osnabrück!
Termin:

Die nächste Sitzung des AK Inklusion findet am Mittwoch,
18. Mai 2016 um 19.30 Uhr in der
Hasetalschule Quakenbrück, Prof.-von-Klitzing-Straße 3, statt.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Förderschulen / Sonstige sollen ebenfalls eingeladen werden.

Bärbel Bosse und Joachim Lenz danken allen Arbeitskreis Mitgliedern und Herrn Viehoff für die rege Mitarbeit und Diskussion.
Protokoll: Renate Hülsmann

Bersenbrück, 25.04.2016

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