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25.10.2017 18 Uhr Neuwahlen Kreiselternrat

hiermit laden wir Sie herzlich zur Wahl des Kreiselternrates ein. Die Neuwahl findet statt am Mittwoch, den 25. Oktober 2017, um 18:00 Uhr, im großen Sitzungssaal des Landkreises Osnabrück, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück.

Vorstand:

Bärbel Bosse, Peter Heuer, Andre Averdiek, Tanja Ginschel, Renate Hülsmann

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2016-09-07 Informationsgespräch Inklusion

Kreiselternrat Osnabrück

 

 

Informationsgespräch „Inklusion“

 

Kreishaus Osnabrück, 07.09.2016  19.30 – 22.00 Uhr

 

Teilnehmer:    Markus Beckmann, KER Sprecher Arbeitsgruppe individuelles Lernen/ Förderschulen und Freie Schulen

Bärbel Bosse, Vors. KER

Martin Gieseke, KER

Tanja Ginschel, KER

Elke Honlinsen, STER AK Inklusion

Joachim Lenz, KER Sprecher AK Inklusion

Wolfgang Schäfer, Vors. STER OS

Renate Hülsmann KER

 

 

Gäste:              Prof. Dr. Werner Greve, Uni Hildesheim,

Institut für Psychologie

Tel. 05121-883 10938

Projekt1@uni-hildesheim.de

Studie 1eins Einstellungen zu Inklusion in der Schule

 

Herr Andreas Viehoff, Commeniusschule GMHütte

info@commenius-gmh.de

 

 

Vors. Bärbel Bosse begrüßt alle Teilnehmer zum Informationsgespräch Inklusion sehr herzlich, insbesondere Herrn Prof. Dr. Werner Greve und Herrn Andreas Viehoff als Gäste.

 

Bärbel Bosse reißt kurz die bisherigen Aktivitäten an:

 

  • AK Inklusion und individuelles Lernen KER
  • Podiumsdiskussion in GMHütte und Bersenbrück in 2015
  • Teilnahme an der LER Sitzung in Loccum mit KMin. Frauke Heiligenstadt
  • Gespräch mit Landrat Dr. Michael Lübbersmann
  • Inklusions-Portal STER und KER OS,

geschaltet seit 25.08.2016

 

Herr Prof. Greve ist Professor für Psychologie an der Uni Hildesheim und leitet die wissenschaftliche Studie

„1eins Einstellungen zu Inklusion in der Schule“

 

Die Teilnahme seitens der Eltern ist in KER und STER bereits beworben worden.

 

Es wird intensiv diskutiert, das System „Inklusion“ sei zu früh umgestellt worden, die Lehrerausbildung gerade auf dem Weg, Studiengänge erst jetzt darauf eingestellt.

Die derzeitigen „Förderschullehrer“ haben einige Semester mehr studiert.

 

Eltern wissen kaum noch, wie das Rad gedreht werden soll.

 

Uni Hildeheim:

Die zentrale Idee für die Umfrage liegt vier bis fünf Jahre zurück.

Es habe mehrere kleinere Vorstudien gegeben

– was machen die Lehrer

– was machen die Eltern

– was machen die Schüler

 

Die Erfolgsaussichten sind offen.

Die Einstellungen dazu sollen – über einen längeren Zeitraum – im Längsschnitt untersucht werden.

 

Es werden 2 Richtungen angesprochen:

 

  1. Idee – durch die Begründung und politische Propaganda zu überzeugen und sozialen Druck aufzubauen
  2. Hoffnung, durch Inklusion

Veränderung in der Gesellschaft herbeizuführen

 

Beide Richtungen sind bisher nicht entsprechend untersucht worden.

Deshalb sollen die Erfahrungen über die Zeit gesammelt und ausgewertet werden.

Aus der Runde wird der Fragebogen wörtlich als „Zumutung“ empfunden.

Einige Teilnehmer sprechen von weit über 1 Stunde Bearbeitungszeit!

 

Am Anfang stehen Vermutungen, welche Einstellungen zugrunde liegen, das Sendungsbewusstsein und die Diagnostik.

Die Studie dient dazu, einen ersten Eindruck oder Facette zu bekommen.

 

UNI Hildesheim

Hildesheim führt ca. 1/3 der Studierenden in Niedersachsen.

Die zentrale Frage lautet, wie die nächste Generation der Lehrenden vorbereitet werden kann!

 

Prof. Dr. Greve erläutert anschaulich Eindrücke aus einem sog. Test – Inklusionsseminar.

Die Studie wird von der Volkswagen Stiftung gefördert, bewusst nicht vom Ministerium.

Er spricht vom „Längsschnitt des langen Atems“.

Er betont die hohe Verallgemeinbarkeit, 52 Rechenschritte seien für die Auswertung eingebaut worden.

Man werde sich „an Leitfragen entlanghangeln“

30-35 pers. Fragebögen liefen jetzt an, in neuen Studien würden neue Formulierungen gewählt, Grundschule evtl. Schüler in Klasse 4.

Eine Wiederholung könne gegebenenfalls im Jahrestakt anvisiert werden!

 

Die Gruppe kommt auf das Hauptthema

Schließung des Förderschulbereichs „Lernen“ in 2020 zu sprechen.

 

Seit 2013/2014 werden die Kinder der Förderschulen „Lernen“ in Regelschulen aufgenommen und dort mitbeschult – inklusiv – beschult.

  • wo kann das Kind mit Lernschwäche künftig beschult werden?
  • wo können betroffene Eltern die Kinder hinschicken, wenn die Grundschule nicht möglich ist?
  • kann der Klageweg beschritten werden?
  • wo bleiben Kinder, die bisher „abgeschult“ werden konnten?
  • was ist mit dem Hauptschulabschluss, der bisher nur im Förderschulbereich Lernen erworben werden kann – nicht im Bereich GE Geistige Entwicklung?

 

Es wird in verschiedenen Wortmeldungen deutlich,dass es so nicht weitergehen kann!

 

Der Begriff „Blockadehaltung“ des Kultusministeriums macht die Runde.

Es wird auch deutlich, dass der Unmut an den sogenannten Regelschulen groß wird, wenn eingesetzte Förderschullehrer nicht entsprechend „liefern können“.

Hier wird von „Ausgrenzung“ des angeblich „inklusiven Systems“ gesprochen!

 

Wir müssen die Situation der Kinder betrachten, für sie ist die Auflösung der Förderschule Lernen dramatisch!

 

Die Aufnahmezahlen im GE Bereich steigen, z.B. an der Hasetalschule Quakenbrück

um 50%.

Anmerkung von Förderschulrektorin Frau Mährlein am 15.09.2016:

„Aktuell werden 6 L-Schüler im GE-Bereich geführt. Eltern melden zunehmend ihre Kinder mit dem Unterstützungsbedarf L im GE-Bereich an. Die Anzahl der Meldungen zum Feststellungsverfahren hat sich verdoppelt.“

 

Im 4. Jahr der Inklusion bleibt festzuhalten, dass der Statusbereich nicht weniger geworden ist, alternativ in anderen Bereichen gestiegen.

Ob ein Paradigmenwechsel vom Begriff der Förderschule und vom Inhalt förderlich ist, bleibt abzuwarten.

Ob Kinder in Förderschulen, parallel in Regelschulen / Schwerpunktschulen oder in Kooperationsklassen beschult werden

– die Netzwerke werden immer weiter ausgebaut.

 

Trotz Schulgesetzänderung 2015 hat sich keine Entideologisierung ergeben.

Die Eltern betonen: „Das ist keine Inklusion!“

Der Hauptschulabschluss ist so auf die Dauer nicht mehr möglich!

 

Prof. Dr. Greve räumt ein, dass die Forschung spät – vielleicht zu spät – reagiert hat.

Diese Lösung könne keine gute sein!

 

Anschließend wird ausgiebig diskutiert, die Prüfungsverordnung Förderschule Lernen in jede Lehramtsausbildung einzubinden.

Das inhaltliche Problem sei „nicht mit zwei Kursen abzufrühstücken!“

 

Ein weiteres Problem sei, dass die Psychologie in Hildeheim – die Sonderpädagogik in Hannover angesiedelt sei.

Die Studiengänge sollten überarbeitet werden, Zuschnitte und Kooperationen zwischen den Fachrichtungen neu geregelt werden.

Ziel müsse sein, die Förderstunden / sonderpädagogische Unterstützung / zu raffen und möglichst hoch in ein System einfließen zu lassen.

Das Beispiel „Gellenbeck, LK OS“ für Kinder mit Sprachproblemen wird angesprochen.

Es wird betont, die „Eigenständigkeit“ der Schule sei nicht zwingend erforderlich, sondern die „Bindungsbeziehung“ ausschlaggebend!

 

Das System dürfe nicht zu Lasten der betroffenen Kinder gehen:

Eltern verlieren etwas mit den Förderschulen Lernen, was sie nicht verlieren wollen!

 

Weiterhin werden die Nachwuchssorgen im Bereich der künftigen Studierenden angesprochen.

Der Bachelorbereich sei mit 80-85% relativ gut ausgelastet, im neuen Masterstudiengang spüre man im Moment eine Delle.

 

Ein weiteres Feld ist die Anerkennung der persönlichen Leistung des jeweiligen Kindes!

Z.B. im speziellen Bildungszentrum für Hörgeschädigte, d.h. Arbeit in kleinen Gruppen statt normaler BBS.

Auch die verschiedenen Kerncurricula müssen bedacht werden.

Die Runde geht davon aus, dass die Aufgaben jetzt zu breit aufgestellt werden.

 

Wir sprechen das Inklusions-Portal an, das seit dem 25.08.2016 freigeschaltet ist.

Positive Beispiele und Infos sollen dort weiter aufgeführt werden.

Es besteht die Hoffnung, solides Material zu sammeln, um als Eltern „gehört“ zu werden. Viele Schüler halten es sozial nicht aus, in der großen Gruppe zu lernen!

 

Wir kommen überein, in einer interessierten Gruppe z.B. über Schwerpunktschule als „Modell“ zu sprechen.

Aussichtsreiche Modelle sollten frühzeitig systematisch begleitet und evaluiert werden.

 

LKOS / Parteien / Kultusministerium / Prof. Hillenbrand, Prof. Dr. Greve sollen einbezogen werden.

Verschiedene Ansätze für den Förderbereich Lernen sollen überdacht werden!

 

Hinweis (Textstelle aus VBE Pinnwand, Mitteilung für die niedersächsischen Schulen vom 30.08.2016)

Die neuen „Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren inklusive

Schule“ (RZI) sollen sukzessive ab dem Schuljahr 2017 in Landkreisen

und kreisfreien Städten aufgebaut werden. Dazu werden Planungsgruppen

eingerichtet. Ziel ist es „landesweit unter Beachtung regionaler

Ausprägungen eine vergleichbare Qualität der Schulen mit entsprechender

Expertise sicherzustellen.

 

Die räumliche Unterbringung der RZI kann regional unterschiedlich

erfolgen. Generell werden sie funktional und personell von Schule

getrennt aufgebaut. Die Leitung wird in „pädagogischer Hand“ liegen.

Die RZI beraten und unterstützen die eigenverantwortlichen Schulen

bei der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung der inklusiven

schulischen Bildung. Bei der Verteilung der flexiblen Personalressourcen

gibt es eine Zusammenarbeit von RZI, Schulleitungen und schulfachlichen

Dezernenten. Alle Entscheidungen dienstrechtlicher Art bleiben

bei der LSchB“.

 

 

Wir schließen mit dem Appell, den Fragebogen „1eins Einstellungen zu Inklusion in der Schule“ erneut zu bewerben und auszufüllen.

 

Wir bleiben zwischen STER, KER und Prof. Dr. Greve im Gespräch und danken herzlich für sein Kommen!

 

 

 

Protokoll: Renate Hülsmann,

geändert am 15.09.2016

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